Meldung
Das Bündnis wird bei seiner Arbeit auf Landesebene von ehrenamtlich arbeitenden Regionalkurator*innen unterstützt. Sie kennen die regionalen Besonderheiten und haben langjährige Erfahrung in der Bürgerstiftungsarbeit. Wir haben Marie-Luise Stoll-Steffan, unsere Regionalkuratorin für Hessen und Rheinland-Pfalz gefragt, was sie motiviert als Regionalkuratorin für Bürgerstiftungen tätig zu sein und mit welchen Anliegen er am häufigsten konfrontiert wird.
1. Was ist Deine Motivation, Dich als Regionalkuratorin für Bürgerstiftungen zu engagieren?
Meine Arbeit ist für mich eine echte Herzensangelegenheit. Es beeindruckt mich immer wieder, wie individuell die Akteure in Hessen und Rheinland-Pfalz Lösungen für ihre Dörfer und Städte entwickeln. Als Regionalkuratorin sehe ich meine Aufgabe darin, sie dabei zu unterstützen, diese lokalen Potenziale voll zu entfalten. Ich möchte aufzeigen, wie Bürgerstiftungen als kraftvolle Vernetzungsplattformen fungieren können, die Mitstreiter zusammenbringen und Synergien schaffen. Es bereitet mir große Freude, gerade dort Impulse zu verstärken, wo neue Ideen entstehen oder sich bestehende Strukturen verändern. Als Sparringspartnerin begleite ich die Menschen vor Ort dabei, ihre Visionen für die eigene Region in greifbare Erfolge zu verwandeln und dem gemeinschaftlichen Einsatz Aufmerksamkeit zu verschaffen.
2. Mit welchen Anliegen oder Fragen kommen Bürgerstiftungen am häufigsten auf Sie zu?
Das Spektrum ist breit gefächert. Ein wesentlicher Schwerpunkt ist die Begleitung von Gründungsinitiativen: Hier unterstütze ich intensiv bei den ersten Schritten, halte Motivationsvorträge und erläutere den Weg zum „Gütesiegel für Bürgerstiftungen“, um Orientierung zu geben. Ein weiteres wichtiges Feld ist die interne Moderation. Wenn es in den Gremien – etwa zwischen Vorstand und Stiftungsrat – zu Missverständnissen oder Unstimmigkeiten kommt, fungiere ich als neutrale Vermittlerin. Ich suche das direkte Gespräch vor Ort oder ziehe gezielt Experten aus meinem Netzwerk hinzu, um Blockaden zu lösen, damit die Stiftung ihre Energie wieder voll in ihre Projekte investieren kann.
3. Welche Unterstützung können Bürgerstiftungen von Ihnen erwarten – und warum lohnt es sich, Kontakt aufzunehmen?
Wer mich kontaktiert, profitiert von einer engen Begleitung und der gebündelten Expertise eines ganzen Netzwerks. Meine persönlichen Stärken liegen in der strategischen Beratung zum Fundraising sowie in der Entwicklung von Motivationslösungen, um Menschen für eine Sache zu begeistern. Bei komplexen rechtlichen oder steuerlichen Fragestellungen, etwa zur Satzungsgestaltung, arbeite ich Hand in Hand mit spezialisierten Fachkollegen aus unserem Team zusammen. Da wir als Regionalkuratoren direkt in das Bündnis Bürgerstiftungen im Bundesverband Deutscher Stiftungen eingebunden sind, bieten wir einen Support, der weit über eine Einzelberatung hinausgeht. Wir bilden die Brücke zu einem Erfahrungsschatz, der es Bürgerstiftungen ermöglicht, von den Erfolgen anderer zu lernen. Ganz persönlich verstehe ich mich als verlässliche Wegbegleiterin der Akteure vor Ort, damit diese ihre Vorhaben wirkungsvoll in greifbare Resultate umsetzen können.