Graffiti in NB
Alternativtext

Bürgerstiftung Neubrandenburg

Bundesland
  • Mecklenburg-Vorpommern
Themen
  • Kunst und Kultur
  • Jugend- und Altenhilfe
Aufwand
1
2
3
4
5

Bewertung: 5 von 5

Zielgruppe
  • Kunstschaffende
  • Anwohner*innen

Projektidee:

Das Projekt „Graffiti in NB“ wurde im Jahr 2018 aufgrund der Idee einer Stifterin, eine extrem beschmierte Giebelwand eines in Privatbesitz befindlichen Hauses, an einer Einfahrt in die Innenstadt Neubrandenburgs gelegen, durch Graffiti zu verschönern und den „Schandfleck“ zu beseitigen.
Nach einem gemeinsamen Vororttermin waren sich die drei Bürgerstiftungsakteure einig, daß die Bürgerstiftung an einem Privathaus nicht tätig werden sollte. Stattdessen hatte Frau Marianne Holze, die sich über die überall unansehnlich beschmierten Schaltkästen im Stadtgebiet immer wieder ärgerte, vorgeschlagen, diese durch engagierte Graffiti-Künstler mit attraktiven Motiven zu gestalten. Die Projektidee war geboren.
Im Jahr 2020 wurde die Idee nach einem Konzept mit drei gewonnenen jungen Graffiti-Künstlern verwirklicht. Die Arbeit einer gebildeten Projektgruppe wurde durch die Corona- Pandemie erschwert, insgesamt 18 Schaltkästen in der Innenstadt mit künstlerischen Motiven effektvoll gestaltet. Das Projekt wurde im Rahmen der Förderung von ONTRAS.Stadtbekannt prämiert.
Die Resonanz unter den Stifterinnen und Stiftern beim Stiftungsforum war so enorm, daß auf deren Wunsch und Bereitschaft für dieses Projekt zu spenden, es im Jahr 2021 in einem kleinen Stadtteil, dem sogenannten Dichterviertel fortgeführt wurde. Neun Schalkästen und ein Trafohäuschen wurden mit attraktiven interessanten Motiven versehen.

Neu war im Jahr 2021, mit persönlichen Spendenbriefen an alle in diesem Stadtteil befindlichen 75 Haushalte, die Bürgerinnen und Bürger über das Vorhaben zu informieren und einzubeziehen.  Insgesamt spendeten 15 dieser Bürgerinnen und Bürger für das Projekt.
Zum Abschluß des Projektes im Herbst waren erneut der Stadtpräsident und der Oberbürgermeister der Stadt zu einem Spaziergang eingeladen worden. Die Auswahl der Motive und die Qualität der Ausführung war für den gekommenen Vertreter der Stadtverwaltung so überwältigend positiv, daß er bei Fortsetzung des Projektes im kommenden Jahr eine Beteiligung der Stadt an der Finanzierung möglicherweise in Aussicht stellte.

Die Anerkennung durch Beiträge in den lokalen und sozialen Medien sowie wiederholte Vorschläge zur Weiterführung des Projektes führten auf Bitte der Graffiti-Künstler zur Fortführung in einem neuen Stadtteil in diesem Jahr  unter der Bezeichnung „Streetart in NB – 2022“.
Gegenwärtig läuft das Projekt, die Graffiti-Künstler haben aufgrund der Themenvorgaben gemeinsam mit den Akteuren der Bürgerstiftung Motivvorschläge beraten, die Eigentümer der Schaltkästen haben ihre Bewunderung zum Ausdruck gebracht und ihre Einwilligung zur Gestaltung der Schaltkästen erteilt. Die Neubrandenburger Stadtwerke unterstützen das Projekt erneut mit einer Spende, die Stadt Neubrandenburg hat einen Betrag zugesagt. Auf die Spendenbriefaktion der Bürgerstiftung, mit der ca. 350 Haushalte mit Informationsblättern über „Graffiti in NB – 2020“ und „Graffiti in NB – 2021“ informiert und um Spenden gebeten worden waren, haben bereits 25 Bürgerinnen und Bürger positiv geantwortet. Nach dem 30.04.2022 wird nach den verfügbaren finanziellen Mitteln für dieses Projekt entschieden, welche Anzahl, welche Standorte der Schaltkästen gestaltet werden können.

Projektbeschreibung:

Inhalt:
Gestaltung von Elektroschaltkästen in einem ausgewählten, abgegrenzten Stadtgebiet/Stadtteil mit künstlerischen attraktiven Motiven zur Verschönerung des Stadtbildes und Beseitigung von Schmierereien an diesen Schaltkästen.

Ablauf:
1. Gewinnung von Interessenten zur Mitwirkung in einer Projektgruppe;
2. Erfassung aller im Stadtgebiet vorhandenen Schaltkästen nach Sichtflächen, Gesamtflächen und Standorten;
3. Auswahl besonders effektvoller Schaltkästen nach Straßenlage
4. Ermittlung der Eigentümer der Schaltkästen (Stadt, Stadtwerke,Telekom o.a.) und Einholung deren Einwilligung zur Gestaltung der Schaltkästen;
5. Beratung von Themenvorgaben (Flora und Fauna, hist.Gebäude, hist. Persönlichkeiten der Stadt usw.) als Anregung für die Graffiti-Künster für Motive je nach Standort der Schaltkästen bzw. Trafohäuschen;
6.Entwurf eines Spendenbriefes und vorhandener Fotos über bisherige Projekte zur Information der im betreffenden Stadteil vorhandenen Haushalte und Unternehmen bzw. Institutionen (zwecks persönlicher Anrede wurden die Namen vorher konkret erfaßt (Briefkästen);
7. Erstellung eines Antrages zur Förderung des Projektes;
8. Mehrfache Beratung, Abstimmung und Festlegung der auszuführenden Motive mit den Graffiti-Künstlern, einschließlich der Vereinbarung von Vergütungen und Zeiträumen der Realisierung;
9. Gewinnung von Vertretern der lokalen Medien zur Veröffentlichung von redaktionellen Beiträgen zwecks Popularisierung des Projektes in den Printmedien bzw. im lokalen Fernsehen;
10. Information der Stadt und der Polizei über die Durchführung des Projektes;
11. Gewinnung eines Unternehmens zur vorherigen Reinigung der Schaltkästen und anschließenden Schutzbeschichtuing der gestalteten Flächen;
12. Erstellung von Sichttafeln, mit denen auf das Projekt, den Organsiator, die Unterstützer und Spenderinnen und Spender (deren Einwilligung vorausgesetzt) hingewiesen wird. Diese Tafeln werden an  schmalen Seiten auf jedem Schaltkasten sichtbar angebracht.
13. Abschluß des Projektes mit einem öffentlcihen Rundgang, zu dem der Stadtpräsident, der Oberbürgermeister, die Unterstützer, Spenderinnen und Spender eingeladen werden. Der "Stadtgründer" stellt gemeinsam mit den Graffiti-Künstlern und Vertretern der Bürgerstiftung alle gestalteten Motive vor. Die Medien werden ebenso eingeladen, um einen Beitrag über das Projekt der Bürgerstiftung zu veröffentlichen.
14. Angefertigte Fotos und kurze Textbeiträge werden von den gestalteten Schaltkästen als auch vom Spaziergang auf der Webseite der Bürgerstiftung sowie der Facebook- bzw. Instagram- Seite in sozialen Medien der Bürgerstiftung veröffentlicht. Ein Informationsblatt wird für die künftige Öffentlichkeitsarbeit erstellt.

Ziele:
1. Förderung der Graffiti-Kunst und junger engagierter Künstler
2. Verschönerung des Stadtbildes
3. Stärkere Identifikation der Bürgerinnen und Bürger mit ihrem Stadtteil bzw. der Stadt;
4. Bekanntmachen des Wirkens und der Anliegen der Bürgerstiftung in breiten Kreisen der Bürgerschaft sowie bei Gästen und Touristen der Stadt

Finanzierung

Die Tätigkeit der in ihrer Freizeit im Interesse der Kunst und Kultur, aller Bürgerinnen und Bürger engagierten Graffiti-Künstler wird vergütet.
Die Höhe der Vergütung wird mit den Graffiti-Künstlern schriftlich in einer Vereinbarung festgehalten.
Die Finanzierung erfolgt aus einem Teil aus Stiftungsmitteln, eingeworbenen Spenden bei Bürgerinnen und Bürgern sowie Unternehmen.
Beantragte und zugewendete Fördermittel ergänzen das Finanzierungsvolumen.
Zu einem festgelegten Zeitpunkt wird abhängig vom Finanzierungsvolumen die Anzahl der zu gestaltenden Schaltkästen nach vorher abgestimmten Prioritäten festgelegt.

Aufwand

Sehr aufwendig, straff zu führen, personelle Verantwortungen festlegen, kontrollieren und ständig abstimmen, langfristig angehen.